12/22/2020
Aufenthaltsqualität am Thomas-Wimmer-Ring

Erster Baustein für den schöneren Altstadtring

Pressemitteilung, München, den 22. Dezember 2020 

 

Aufenthaltsqualität am Thomas-Wimmer-Ring:

Mehr Platz für den Menschen – erster Baustein für den schöneren Altstadtring

Rechtzeitig vor den Feiertagen haben die Mitglieder des Bezirksausschuss Altstadt-Lehel (BA 1) und das Team von WÖHR + BAUER die erste unterirdische Wertstoffinsel der Münchner Altstadt eröffnet. Im Rahmen der Baumaßnahmen für den Mobilitätshotspot am Thomas-Wimmer-Ring, einem Pilotprojekt für zukunftsfähige Mobilität in Innenstädten, wurde die Möglichkeit genutzt, auch die Sammelcontainer unter die Erde zu verlegen.

 

München – Wer Mobilität neu denkt, schafft eine Vielzahl neue Möglichkeiten für den öffentlichen Raum. Am Thomas-Wimmer-Ring, wo derzeit der multimodale Mobilitätshotspot TOM entsteht, gibt es nun gute Nachrichten für die Recycling-Quote. Seit Dienstag, den 22.12.2020, haben Anwohner*innen des Lehel und der östlichen Altstadt wieder eine fußläufige Möglichkeit, ihre Wertstoffe zu entsorgen. 

Mit Eröffnung der ersten unterirdischen Sammelstelle im Münchner Zentrum kann nun wieder direkt am Thomas-Wimmer-Ring Glas, Plastik, Metall und Altpapier entsorgt werden. Die unterirdischen Container vermindern nicht nur Lärm und Geruch, sondern bieten zum Teil deutlich mehr Platz für Abfall als die oberirdischen Modelle. Die Wertstoff-Container sind zugleich ein erster Baustein einer Reihe bevorstehender Verbesserungen für den öffentlichen Raum am östlichen Altstadtring zwischen Maximilianstraße und Isartor. 

Auch Kommunalreferentin Kristina Frank, 1. Werkleiterin der AWM, zeigt sich zufrieden: „Ich freue mich sehr über diese neue Wertstoffinsel im dicht bebauten Lehel. Es wurde oft an uns herangetragen, dass es für die Bürgerinnen und Bürger in der Stadtmitte schwer ist, ihren Müll zu trennen. Nun gibt es eine zentrale Anlaufstelle. Trotzdem möchte ich jedem ans Herz legen, Abfall zu vermeiden, wo es nur geht: Der beste Müll ist der, der gar nicht entsteht.“ 

Andrea Stadler-Bachmaier, Vorsitzende vom Bezirksausschuss Altstadt-Lehel, (BA 1), hebt die Ästhetik der neuen Container hervor. „Sammelstellen für Wertstoffe werden fußläufig in den Vierteln benötigt. Wenn diese dann noch weniger Platz benötigen und gut in eine neu gestaltete Grünfläche integriert sind, ist dies für alle ein Gewinn“, lobt Stadler-Bachmaier die von Politik, Verwaltung und WÖHR + BAUER gemeinsam erarbeitete Lösung am Altstadtring. 


"Verbesserter Freiraum für alle" 

Durch die innovative Lösung der Unterflurcontainer-Anlage (UFC) werden neben den natürlichen Ressourcen auch öffentliche Flächen geschont. Die BA-Vorsitzende Stadler-Bachmeier ist froh, dass die Baumaßnahme genutzt wurde, um die Qualität an der Oberfläche zu verbessern: „Durch den Bau der Tiefgarage unter dem Thomas-Wimmer-Ring und der Chance, durch eine neue Oberflächengestaltung einen prägnanten städtischen Raum zu schaffen, wird ein neuer öffentlicher Freiraum mit einer verbesserten Aufenthalts- und Wohnqualität für alle, insbesondere für die Anwohner*innen der angrenzenden Vierteln generiert“, so Stadler-Bachmaier. 

Auch Wolfgang Püschel (SPD), stellvertretender Vorsitzender des BA 1, betont die positiven städtebaulichen Impulse des Mobilitätshotspots: „Dass die Tiefgarage am Thomas-Wimmer-Ring in dieser Qualität und im vorgesehenen Zeitrahmen fertig wird und der Öffentlichkeit zeitnah zur Verfügung steht, freut mich sehr.“ 

Der BA 1 Altstadt-Lehel hatte sich von Beginn an sehr für die Verständigung mit der Nachbarschaft eingesetzt. „Der Einsatz für dieses Projekt hat sich gelohnt“, so Püschel. Die Tiefgarage sei ein wichtiger Baustein für die Verkehrsberuhigung in der Altstadt, auch durch die großzügige Ausstattung für die E-Mobilität. „Wir werden dadurch deutlich weniger Parksuchverkehr im Bereich Tal, Sparkassenstraße, Hochbrückenstraße, Kosttor und im Umgriff haben“, erwartet der erfahrene Stadtteilpolitiker und schlussfolgert: „Eine Win-Win-Situation also und ein weiterer Beitrag zur nachhaltigen Mobilitätsentwicklung in der Münchner Innenstadt.“


Partnerschaftlich mit Stadt und Nachbarschaft

Nach gut drei Jahren Bauzeit soll der Mobilitätshotspot im März 2021 eröffnet werden. Im Anschluss läuft bis Ende des Jahres 2021 die Gestaltung der Oberfläche mit Radlring, vier Fahrspuren und den von Jühling Landschaftsarchitekten entworfenen Grün- und Aufenthaltsflächen. 

Dass die Wertstoffinsel bereits in diesem Jahr eröffnet werden konnte, ist keine Selbstverständlichkeit. WÖHR + BAUER stand vor erheblichen planerischen Herausforderungen durch die Verkleinerung des Baufeldes. Ebenso entstand zusätzlicher Aufwand durch die Verlegung der gesamten Baustellen-Container. 

„Wir sind sehr zufrieden, dass es uns gelungen ist, die Fertigstellung der Wertstoff-Container vorzuziehen“, erklärt Projektleiter Bernhard Deurer, der mit seinem Team im Sinne der partnerschaftlichen Lösung zum Beispiel auch die Asphaltierungsarbeiten für die Container übernommen hat. 


"Pilotprojekt für Mobilitätsknotenpunkte unter dem Altstadtring"

Geschäftsführer Wolfgang Roeck sieht das integrative Konzept des Mobilitätshotspots TOM als Blaupause für künftige Parkraumlösungen in der Innenstadt. „Ein Mobilitätsknotenpunkt, wir nennen ihn Mobilitätshotspot, schafft Möglichkeiten, die Zahl der parkenden Autos im öffentlichen Raum zu reduzieren“, so Roeck. Dadurch entstehe Qualität an der Oberfläche. „Wir erhalten einen leistungsfähigen Altstadtring mit Verteilerfunktion für Autos und die Möglichkeit der Neuaufteilung des Verkehrsraumes: vier Fahrspuren für den Autoverkehr, ausreichend Platz für einen attraktiven Radlring, breite Fußwege und Grünflächen mit hoher Aufenthaltsqualität“, fasst Roeck die Vorteile zusammen.   

Die unterirdischen Stellplätze erlauben neue Konzepte in der Altstadt. „Mit 520 Stellplätzen – auch für Anwohner und Dauermieter – schafft die Tiefgarage eine Alternative zu Oberflächenparkplätzen und legt die Grundlage für die Neugestaltung des Freiraums in der Altstadt. Die Flächen im Lehel und zwischen Maximilianstraße und Tal können auf diese Weise neu gestaltet und erlebbar gemacht werden.“ Wichtig sei jedoch, die Vielfalt in der Stadt zu bewahren. „Wir müssen darauf achten, dass wir weiterhin Lösungen für Gewerbetreibende, Lieferverkehr und Kunden anbieten bzw. für Patienten, die ihren Arzt in der Altstadt erreichen müssen, auch wenn sie zum Beispiel durch Krankheit oder Alter nicht gut zu Fuß sind“, so Roeck.

 

Die Tiefgarage als Hub für zukunftsfähige Mobilität 

Durch die Verzahnung von Auto-, Rad- und Fußverkehr, die Anbindung an den ÖPNV und die Integration von Logistikangeboten sowie durch die Förderung der E-Mobilität soll der Mobilitätshotspot eine neue Ära von Tiefgaragenbauwerken einleiten. 

Die Vorteile des Mobilitäthotspots auf einen Blick: 

  • Auf drei Geschossen entsteht Parkraum für 520 Autos auch für Anwohner und Dauermieter. 
  • Bedarfsorientiert werden die Stellplätze mit E-Mobilität ausgestattet. 
  • Car-Sharing-Angebote mit E-Mobilität ermöglichen den Verzicht auf das eigene Auto. 
  • Mietbare Radl-Safes bieten Radfahrern sichere Abstellmöglichkeiten. 
  • Leihräder, E-Bikes und E-Scooter stehen bereit, um die Innenstadt klimafreundlich und entspannt zu erleben.
  • Ein Logistikzentrum dient als Verteiler-Hub.