08/14/2020
Live-Debatte

Visionen für Münchens Dächer

Luft nach oben? WÖHR + BAUER nimmt die Aktion eines Künstlers zum Anlass, um mit Experten*innen über innovative Nutzungen der Münchner Dächer zu debattieren.

Unverhofft fand sich eine Immobilie von WÖHR + BAUER im Sommer 2020 auf den Titelseiten. Das Künstlerkollektiv “Penthaus à la Parasit” hatte über Nacht ein futuristisch anmutendes Tiny-House auf dem obersten Parkdeck der Hochgarage in der Hildegardstraße errichtet. Unter dem Motto “Aneignung von oben” weist der Künstler Jakob Wirth mit einem vagabundierenden Ein-Zimmer-Haus auf die Flächenknappheit in Europas Metropolen hin und regt zu einem kreativen Umgang mit Dachflächen an.

14 Tage Wohnrecht erhielt der Künstler nach Fertigstellung des silbrig schillernden Schwarzbaus. Mit lösungsorientierten Ansätzen ist man bei WÖHR + BAUER wohl vertraut. Entsprechend einfallsreich war das Team bei der Suche nach einem Bleiberecht für den Guerilla-Künstler. Gemeinsam mit der Lokalbaukommission wurden in Windeseile Wege gesucht – und gefunden, um den knapp zweiwöchigen Aufenthalt der Installation hoch über den Dächern der Münchner Altstadt auch ohne offizielles Genehmigungsverfahren zu ermöglichen.

Ein Parkhaus als Boden gesellschaftlicher Debatten

Die Zeit der kulturellen Intervention wurde von allen Seiten effizient genutzt, um im Rahmen von Interviews, Führungen und Gesprächsrunden gemeinsam mit den benachbarten Münchner Kammerspielen und diversen Stiftungen sowie zivilgesellschaftlichen Initiativen über den Umgang mit Flächen in der Stadt zu diskutieren.

Als Hausherr nahm WÖHR + BAUER den Stein des Anstoßes gerne auf, um seinen Beitrag für eine konstruktive Debattenkultur zu leisten. “Als Projektentwickler ist man zugleich auch Plattform unterschiedlicher Strömungen einer Stadt, die es auszugleichen gilt”, sagte Wolfgang Roeck, Geschäftsführer der WÖHR + BAUER. “Als Unternehmen liegen uns die lebhafte Diskussion wichtiger Thremen, Sensibilität im Umgang mit Einzelinteressen und Empathie bei der Lösung von konträren Situationen besonders am Herzen”, so Roeck. In dieser Tradition habe man das Momentum der Intervention genutzt, um einen notwendigen gesellschaftlichen Diskurs über Flächennutzungen zu unterstützen. Insbesondere die Suche nach innovativen und kreativen Ansätzen im Umgang mit Dächern sollte dabei im Vordergrund stehen.

Guerilla-Kunst trifft Impro-Talk im Internet

Gemeinsam mit dem Münchner Stadtmagazin MUCBOOK, den Münchner Kammerspielen und dem Münchner Forum widmete man sich der Frage: Wie kann München seine Dächer auch – oder besser nutzen?


Mit einer am 25. Juni 2020 live vom Parkdeck via Facebook ins Internet gestreamten Gesprächsrunde hochrangiger Gäste aus Verwaltung, Zivilgesellschaft und Architektur wurde die Dach-Debatte aus der Nische der Aktionskunst in einen offenen Diskurs der Stadtgesellschaft getragen.  

“Wir freuen uns, dass die Podiumsgäste und Medienpartner ähnlich große Spontanität bewiesen haben wie unser Event-Team um Fabian Häusler, der die Veranstaltung gemeinsam mit der Content-Agentur textbau.media innerhalb von wenigen Tagen auf die Beine gestellt hat”, so Roeck. “An dieser Stelle möchten wir uns auch nochmals ganz herzlich bei Stadtbaurätin Frau Prof. Dr. (I) Elisabeth Merk, Architekt Andreas Hild, Rechtsanwalt Rudolf Häusler und Grisi Ganzer von Bellevue di Monaco sowie natürlich Jakob Wirth für ihre Teilnahme und ihre Impulse danken.”

Die Gunst des Publikums

Dass sich der spontane Einsatz gelohnt hat, zeigt auch das Interesse der Öffentlichkeit. Inzwischen wurde die knapp einstündige Übertragung auf Facebook von fast 2.000 Menschen angesehen.  

Auf MUCBOOK haben wir einen kleinen Rückblick zusammengefasst, den Sie hier lesen können:  >>> hier klicken für den Link zu MUCBOOK

"Wir sind ja immer offen solchen Interventionen gegenüber, weil sie wichtig sind und deutlich machen, dass es viel mehr Perspektiven und Möglichkeiten gibt als man denkt“, betont die Stadtbaurätin. Weiterlesen >>>

Das Video von der Diskussion über den Dächern:

 

Podiumsgäste beim Talk