02/10/2017
Bürgerinformation TOM

Transparenz und Vertrauen


Im vollbesetzten Wappensaal des Hofbräuhauses hat das Team von WÖHR + BAUER am Mittwoch, den 8.2.2017 rund 150 Bürgerinnen und Bürger über das Projekt TOM & Hilde und den Bauverlauf am Thomas-Wimmer-Ring informiert.

In den kommenden drei bis dreieinhalb Jahren entsteht unter dem Altstadtring eine öffentliche Tiefgarage mit 520 Stellplätzen. Der Mobilitätshotspot reicht auf drei Ebenen mit einer Länge von 140 Metern bis zu 12 Meter in die Tiefe. Eine Herausforderung an die Ingenieurskunst – und damit das passende Projekt für WÖHR + BAUER, erklärt Wolfgang Roeck, Geschäftsführer WÖHR + BAUER.

In den vergangenen Jahren habe man neben der Vollautomatischen Tiefgarage unter der Donnersbergerstraße und dem Angerhof am Oberanger zum Beispiel auch unter dem Berliner Opernplatz und unter dem Berliner Alexanderplatz Tiefgaragen errichtet, die sich nach erfolgreichem Bauverlauf über Auszeichnungen hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit und Architektur freuen durften.

Vier Spuren sind möglich
 
Während des Statements des langjährigen Vorsitzenden des Bezirksausschuss Altstadt-Lehel, Wolfgang Püschel, der die Unterstützung des Bezirksausschusses für das Projekt TOM & HILDE erläuterte, wurde deutlich, dass viele Anwohnerinnen und Anwohner sich besonders für die Oberfläche interessieren. Sie fordern seit mehreren Jahren in Bürgerversammlungen einen Rückbau des Thomas-Wimmer-Rings auf insgesamt vier Spuren.

Hier überbrachte Christina Weis-Hiller, Verkehrsexpertin im Planungsreferat, in ihrem Kurzvortrag gute Nachrichten für die Anwesenden. In einer aktuellen Beschlussvorlage, die derzeit dem Bezirksausschuss zur Stellungnahme vorliege, schlage die Verwaltung erneut den Rückbau des Thomas-Wimmer-Rings vor. Die Gutachten haben demnach den Beleg geliefert, dass der Verkehr ausreichend leistungsfähig fließen könne, wenn auf je eine Fahrspur verzichtet werde. Lediglich die Knotenpunkte würden weiterhin dreispurig bleiben.  

Projektleiter Bernhard Deurer machte in seinem Vortrag daher mehrmals deutlich, dass die neue Tiefgarage sämtliche Varianten mögliche mache. „Egal wie sich der Stadtrat entscheidet, wir sind flexibel und können die Tiefgarage mit vier oder sechs Spuren in Betrieb nehmen.“ Auf die Anpassungsfähigkeit habe man bei der Konzeption des Bauwerks großen Wert gelegt.

Fußgängerampel über den Thomas-Wimmer-Ring
 
Die Anzahl der Fahrspuren hat möglicher Weise auch Auswirkungen auf den seit langen von Anwohnern gewünschte Fußgängerübergang am Thomas-Wimmer-Ring. Die Bürger fordern seit langem eine Fußgängerampel zwischen Lehel und Altstadt, um nicht mehr auf die wenig populäre Unterführung angewiesen zu sein. Auch hier gab es im Rahmen der Bürgerinformation gute Nachrichten: Im Rahmen der Baumaßnahme werde auf der Höhe der Kanalstraße in Richtung Herrenstraße eine Fußgängerampel eingerichtet. Durch die mit den Knotenpunkten abgestimmte Ampelschaltung könne ein Rückstau verhindert werden, erklärte Projektleiter Bernhard Deurer.

Tempo 30 und vier Spuren vermindern Staugefahr

Verkehrsbehinderungen zu vermeiden ist neben dem Emissionsschutz ein Hauptanliegen der Bauleitung. Bernhard Deurer betonte in seiner Präsentation,  dass man für den Autoverkehr in jeder Bauphase vier Spuren bereithalten werden.

Mit moderner Technik Lärm vermindern

Hinsichtlich der Lärmentwicklung wies Bernhard Deurer auf die vielfältigen Maßnahmen hin, die ergriffen werden, um die Belästigung der Anwohnerinnen und Anwohner zu reduzieren. Laut werde es besonders in den ersten sechs Monaten der Bauphase bei der Errichtung der Bohrpfahlwände. Um die Schallemissionen zu verringern, habe man Subunternehmer verpflichtet, die die modernsten und geräuschärmsten Geräte zu nutzen. Es sei geplant, ein neues Patent in den Baufahrzeugen einzusetzen. So solle die Sicherheit der Arbeiter ohne das laute Piepsignal beim Rückwärtsfahren gewährleistet werden.

Auch die Geschwindigkeitsbegrenzung am Thomas-Wimmer-Ring auf Tempo 30 während der Bauzeit werde einen Beitrag leisten, um die Geräuschkulisse insgesamt zu senken.

Trotz aller Maßnahmen werden es nicht zu vermeiden sein, dass es auf einer Baustelle  mitunter laut wird, wenn 50 bis 150 LKWs am Tag den Erdaushub abtransportieren. Bernhard Deurer kündigte daher an, dass auf der Seite des Max-Forums von Thomas-Wimmer-Ring 11 bis 17 eine transparente, acht Meter hohe Lärmschutzwand errichtet werde.  

Keine zusätzliche Belastung durch  Feinstaub

Informationsbedarf gebe es bei den Fragen zur Feinstaubbelastung (NOx). Hier konnte das Team von WÖHR + BAUER Entwarnung geben. Auch nach der Eröffnung der Tiefgarage werden alle Immissions-Grenzwerte eingehalten. Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens und der Vorbereitung des Bauantrags sind diese Fragen gutachtlich analysiert und bewertet worden. Die Prüfungen des zuständigen  Referates für Gesundheit und Umwelt haben bestätigt, dass am Thomas-Wimmer-Ring die strengen Grenzwerte für Benzol-, PM10- (= Feinstaub) und NO2-Immissionen eingehalten werden.

Wolfgang Roeck wies in diesem Zusammenhang daraufhin, dass sich im Umfeld sogar eine Verbesserung der Luftqualität im heutigen Bereich der Hildegardstraße ergebe, da die Autos auf der Suche nach einem Parkplatz nicht mehr in die engen Gassen drängen, sondern direkte am Thomas-Wimmer-Ring aufgefangen werden.

Auch Oliver Vogt, Prokurist der WÖHR + BAUER, warnte vor zu großen Sorgen. Beim Bau des Angerhofes am St.-Jakobs-Platz habe er ein Bauwerk ähnlich dicht an Wohn- und Gewerbeeinheiten errichtet. „Die Staub- und Lärmentwicklung war am Ende weitaus geringer als die Bürgerinnen und Bürger vor Baubeginn erwartet hatten“, erinnert sich Vogt, der zu Beginn der Veranstaltung den Zusammenhang zwischen Thomas-Wimmer-Ring und Hildegardstraße erläutert hatte. Sobald die Tiefgarage am Thomas-Wimmer-Ring fertig gestellt ist, könne er mit dem Abbruch des Fina-Parkhauses beginnen. Dies sei frühestens im Laufe des Jahres 2020.

Links und Downloads:
Info-Flyer zum Projekt TOM & HILDE: Download PDF
Präsentation zum Bauablauf: Download Präsentation als PDF
Vortrag des Planungsreferates: Download Präsentation als PDF